Jans Kolumne

We might not have cash, but we've got ash!

selber Ort, anderes Wetter

Liebes Tagebuch,

nicht viel ist passiert seit meinem letzten Eintrag. Ich bin noch stets in Island, wo das Unternehmen "Titel auf die Westmännerinseln holen" leider nicht gelungen ist.

Die drei Runden Liga fanden komprimiert in 24 Stunden statt, seitdem habe ich die Zeit mit dem Erkunden von Reykjavik und dem Auskurieren einer Magenverstimmung verbracht. Nein, ich weiß auch nicht was das ist, aber ich glaube, jetzt ist es weg.

Was mein Spiel angeht, so war es bestenfalls wechselhaft. Meine Schwarzpartien gegen die jungen Adly (2640) und Kuzubov (2628) verliefen beide nach dem gleichen Muster:

Die Eröffnung habe ich fürchterlich misshandelt und mir eine Verluststellung eingehandelt. Danach ist es mir mit Gegners Hilfe gelungen, in die Partie zurückzukehren und die schlechten Stellungen in mehr (Adly) oder weniger (Kuzubov) gewonnene Positionen umzubiegen. Am Ende gab es dann jeweils ein Unentschieden. 

Dazwischen habe ich recht sicher gegen Olafsson gewonnen, aber da hatte ich auch 400 Elopunkte mehr.

Anvertrauen möchte ich Dir mein Spiel gegen den Ukrainer Kuzubov, das etwas weniger peinlich ist als die Begegnung mit dem Ägypter.

Am heutigen Tag beginnt schon das Reykjavik open, die Zeit des Müßiggangs findet somit ihr Ende.

Es wird sicher ein spannendes, stark besetztes Event. Bei meinen Expeditionen in die Innenstadt sind mir Spieler aus fernen Ländern wie Griechenland oder Indien über den Weg gelaufen, auch das Gros der Ligateilnehmer ist wie ich einfach hier geblieben. Alles Wissenswerte gibt es auf der Internetseite des Turniers.

Zum Abschluß möchte ich Dir noch ein paar Bilder anvertrauen. Sie zeigen meine Mannschaft mit unserem Teamchef Thorsteinn, die Siegerehrung mit ihren funkelnden Pokalen. Dazu das Puzzle, an dem ich in meinem Hotelzimmer gearbeitet habe und schließlich meine Vermutung, warum mir mein Magen so zu schaffen gemacht hat.

Bis zum nächsten Mal

dein Jan

Thorsteinn Thorsteinsson
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65 Kommentare
Gausdal
09.03.2011 10:13

Bei mir ist von den paar Bildern nur eins da, die Diashow ist nach einem Klick auf den Pfeil rechts unten schnell wieder zu Ende.

Gausdal
09.03.2011 10:22

jetzt is besser...

Gerhard
09.03.2011 10:42

Irgenwie ein miracle escape gegen Kuzubov.
11...c5 war mir auch aufgefallen. Kuzubov hat das ganz gut gemacht...bis halt zum voreiligen g5.
Ein Mini-Tip von mir, ohne besserwisserisch sein zu wollen: Bei der Menükarte oder anderen Dingen wie Karten, Postern, Schildern aller Art: In die Knie gehen und auf Augenhöhe fotografieren.
Guten Aufenthalt in Island!

Lasker
09.03.2011 11:56

Historie zu den Reyk-Open läßt sich keine finden, gab es zwischendurch Pausen? Und Spielstärkevorgaben scheinen sich die Isländer nicht mehr leisten zu können.
Warst Du schon auf "Bobby-Fischer-Erkundungstour" oder bist Du schon in heiße Quellen gehüpft, Jan?

Frank
09.03.2011 16:19

@Gerhard: ein Gustafsson geht nicht in die Kniee.
...heiße Quellen...liebes Tagebuch, erzähl mir mehr!

Knallo
09.03.2011 18:48

Mach's gut, Gusti!

Peter B.
09.03.2011 20:44

with a little help from Inna...
Die erste Hürde ist genommen, aber da hat die Dame kräftig mithelfen müssen...

Tiger-Oli
09.03.2011 21:00

Moinmoin,

wow!

Thorstein Thorsteinsson - so möchte ich auch mal heißen, in meinem nächsten Leben!

Viel Spaß Dir beim Turnier, danke für das geheime Tagebuch von Jan, und Grüße aus Hamburg und umzu!

Tiger-Oli

Lasker
09.03.2011 21:17

Das 1. Runde flott hinter Dich gebracht, prima.
Erstrundenschlachten...
Besonders flott gings an Brett 19 zu, Aufgabe nach Zug 10 - Matt im dreizehnten (Theorie?). Auch Brett 5 kann gefallen und mir persönlich auch die 20.
Viel Erfolg im 2. umferd.

Fettsack
10.03.2011 16:36

Falls dir dein heutiger Gegner Throstur Thorhallsson erzählt, er wäre demnächst auch in Deutschland, nämlich zum Topspiel der Verbandsliga Nordbaden Bad Mergentheim gegen Ettlingen, dann lass es mich bitte wissen. Aber das würde die Sache trotzdem nicht gerade einfacher machen.

Lasker
10.03.2011 17:01

Tiger-Oli,
auch nicht schlecht ist:

Magnus Magnusson

"Der Große, Sohn des Großen"


Ganz schön groß...

Sengi
10.03.2011 21:22

Gusti steht gerade total kaputt. Vielleicht solltest du für Opens mal Sizilianisch lernen, Jan? :P

Peter B.
10.03.2011 21:48

Mag sein dass er jetzt kaputt steht, er stand aber zwischenzeitlich auch schon mal auf Gewinn. An Italienisch lags also nicht. Aber die Anzahl der gegenseitigen Fehler ist/war immens. Aber das zog sich ja schon durch seine ganzen isländischen Partien...

Lasker
10.03.2011 21:59

Sehr schade.
Weiß stellt sich nur hinten rein, bolzt alles raus.

Das Endspiel ist leicht besser für Schwarz und Jan versucht´s, aber wohl zu direkt/aggressiv. shit happens

Nimzowitschs "das ganze voran" für´s Endspiel fällt mir ein, aber unter den Top-GM wird heute kaum mehr nach diesen Allgemeinüberlegungen gespielt, sondern sehr viel konkreter.
Hat auch Anand letztens in einem Interview nochmal bestätigt.

Also, Kopf hoch und jetzt erstmal das Feld von hinten aufrollen.

hanjie
10.03.2011 22:10

Ups, wohl in der Zeitnotphase verrechnet, wa? ;)

Ich finde nicht, dass sich Weiß "hinten reingestellt" hat. Im Gegenteil, die weiße Partieanlage war ja doch recht aggressiv ... das Endspiel war definitiv besser für Schwarz, aber ich gehe mal davon aus, dass die weißen taktischen Möglichkeiten geringfügig ;) unterschätzt wurden bei ... 33... Kf4.
Kann auch mal einem Top-GM passieren.

Shit happens.
Das Turnier ist noch lang.

Lasker
10.03.2011 22:18

Hmm.
Meine Vorstellung von aggressiv ist anders.

Ich habe das so wahrgenommen:
Zentralschach, sich auf gar nix einlassen, alles abtauschen, was auftaucht, leicht schlechteres Endspiel in Kauf nehmen, um zu klammern.

So unterschiedlich können die Sichtweisen sein...

Saugnapf
10.03.2011 22:26

Schach saugt!
Nach so einer Partie stellt sich doch automatisch die Sinnfrage, was für ein Witz, dass Weiß gewinnt. So macht Schach keinen Spaß.
@ Hanje: Stimmt, da wurde von Weiß ein echtes Feuerwerk a la Slawisch Abtausch abgebrannt, asymetrische Bauernstruktur, Tanten zum Königsangriff extra lange auf dem Brett gelassen...

Ja, ich weiß, als stärkerer Spieler müsste man doch, als GM müsste man doch, als 26er müsste man doch -> blablabla
Schach saugt.

falconeye
10.03.2011 23:20

Na ja, letztlich zählt aber trotzdem leider nur das Ergebnis. Siehe auch gerade Leverkusen-Villareal. Leverkusen spielt besser und schöner, aber verliert in der letzten Minute das Spiel. Wie man gewinnt ist in jeder Sportart letztlich egal (auch beim Schach) Hauptsache man gewinnt irgendwie. Ob der Zuschauer auf seine Kosten kommt interessiert nur am Rande. Leider.

Gerhard
10.03.2011 23:22

Daß Jan die Partie verlor, war total überraschend. Muß wohl Zeitnot gewesen sein.

Nach so einer Partie, Spiel nur auf ein Tor, fällt es wohl schwer, sich noch zu motivieren?! Ich würde erstmal zum nächsten Hotdogstand gehen und mir 3 Hotdogs reinwürgen. Dazu nen korn. Oder so.

Jetzt geht es halt um Schadensbegrenzung- was solls.

hanjie
10.03.2011 23:40

Hey, dass Weiß nicht höchstes Risiko gehen wird, ist doch logisch. Würde ich mit 300 Punkten weniger auf der Elouhr auch nicht machen, sondern eher den Ball flach halten ;)
Dennoch empfinde ich "hinten reinstellen" doch noch etwas anders.

Im Übrigen war die weiße Strategie ja -eigentlich- auch zum Scheitern verurteilt: Ich habe nun absichtlich keine Engine angestellt (hat was von Besserwisser), aber rein gefühlsmäßig brechen für Weiß nach 33... Se6 statt 33...Kf4 verdammt finstere Zeiten an, schließlich fliegt der h3 einfach mal weg. So ein Königszug kann in Zeitnot schnell mal passieren (König läuft in die weiße Stellung, erobert h3 unverhinderbar).

Das sind eben Partien, die passieren können. Hab mich vor kurzem auch mal bei einer Kombination verrechnet, obwohl der Gegner strategisch bereits mit dem Rücken zur Wand stand, und den Punkt hergeben müssen. That's life.

Mir ist das höhere Risiko, das Jan hier gegangen ist, deutlich lieber als frühe Remisangebote! Sollte Jan auch gegen Top-GMs so spielen, wird es langfristig auf jeden Fall mehr Siege geben als Niederlagen.
Dass das der Elo-Zahl langfristig helfen wird, brauche ich da wohl nicht extra zu betonen.

Frankilein66
11.03.2011 08:45

Wenn sich Weiß im Italiener hinten reinstellt, ist es schwer, ohne Risiko auf Gewinn zu spielen.
Insofern war die Eröffnungswahl strategisch etwas unglücklich.
Warum soll man mit 300 Elo-Punkten mehr nicht eine asymetrische Eröffnung wie z.b. Sizilianisch spielen?

Maxx
11.03.2011 09:05

"Der Idiot auf a6 findet Arbeit" Wo hab ich das schonmal gelesen? Dreistes Plagiat! :D

Lasker
11.03.2011 11:31

Jan, wir fiebern und leiden hier mit...
Sch.. Zeitnot.

Ich denke, das Endspiel ist nach dem Fehler 33.a3 für Schwarz gewonnen, wenn er seine Kräfte zusammenhält.
33...fxg4 sieht unlogisch aus, weil dem König der Weg nach g3 jetzt erstmal nicht zur Verfügung steht, ist aber trotzdem stark. Mit a3 wurde der Damenflügel empfindlich geschwächt.

Z.B. 34.fxg4 Te4+ 35.Ke2 Kd4 und die Zentralkräfte wirken wunderbar zusammen (es droht auch Txg4 nebst Gabel), z.B. 36.Tf3 Tf4! oder 36.Sd1 Tf4 37.Ke2 c6! (subjektives !, aber Schwarz dominiert völlig) 38.b4 axb4 39.axb4 Se4

Sieht nach einem "Kramnik-Endspiel" aus...

PeterB.
11.03.2011 12:10

@Frankilein66:
Ich denke bei 300Elos Differenz ist die Eröffnungswahl zweitrangig und er hätte es ja auch gewonnen. Nach meiner Datenbak spielt Thorhallsson eigentlich eher Schottisch und ich meine auch, dass er vor Lc4 länger überlegt hat. Etwas erstaunt war ich, dass auf 6. d4 der Rückzug Lb6 erfolgte. Hier hatte ich schon mit exd4 und etwas mehr Schärfe gerechnet. Leider bin ich nicht im Besitz der DVD des großen Meisters. Gibt Jan dem Rückzug den Vorzug?
Tolles Wortspiel, gell;-)

Arne
11.03.2011 13:16

@PeterB.: Wenn man früh d6 gespielt hat, sollte man nicht exd4 machen. Weiß würde das Zentrum bekommen, Lb6 war also folgerichtig.
Was du aber bestimmt meinst ist die Hauptfortsetzung nach: 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Lc5 4.c3 (4.0-0 is Partie 4...d6!?) 4...Sf6 5.d4 exd4! ohne d6 6.cxd4 Lb4+! 7.Sc3 Sxe4 8.0-0 Lxc3! 9.d5! Lf6 etc. pp.
@Jan: Viel Erfolg in Reykjavik!

PeterB.
11.03.2011 14:08

Na ja, sicherlich kam mir die populärere Version 4.c3 auch in den Sinn.
Ich dachte aber schon, dass man erst nach:
1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bc4 Bc5 4. O-O d6 5. c3 Nf6 6. d4 exd4 7. cxd4 Lb6 spielt. Zumindest nach öffentlich zugänglichen Datenbanken (z.B. 365chess) liegt hier die Gewinnwahrscheinlichkeit von Schwarz wesentlich höher. Nach der Partiefortsetzung 6... Lb6 7. dxe5 dxe5 liegt diese angeblich nur noch bei unter 10% (bei zugegebenermaßen sehr wenig Beispielpartien)

ebitda
11.03.2011 16:14

Karpov hat mal sinngemäß geäußert, wenn ein Weißspieler 200 Punkte schwächer ist, aber nur auf ein remis aus ist, dann kann der Schwarze dagegen nichts machen, außer er geht außerordentliche Risiken ein. Es hätte ja fast gereicht, was mir nur auffällt, dass Gus scheinbar stets korrektes Schach spielen will und keine experimentellen Eröffnungen/Zweiteröffnungen spielt, um ein Ungleichgewicht herbeizuführen.
Naja, jetzt wird halt ein Schweizer Gambit gespielt und das Feld von hinten aufgerollt.

blablabla
11.03.2011 16:51

Risiko? Zeitnot? Klammern? blablabla
2 gute Züge fehlten und Jan gewinnt die Partie.
Er hat aber ganz schlechte gemacht und verloren.
Eine Stellung die man risikoloser auf Gewinn spielen kann gibt es doch gar nicht,er hat einfach völlig den Überblick verloren.Das liegt dann an ihm und nichts Anderem.

Werner
12.03.2011 11:25

@blablabla

Wenn du deine Behauptung nicht mit Varianten oder zumindest Ideen begründest, dann bist du der - pardon - Schwätzer...Also, leg los. Oder kannst du nicht?

Peter B.
12.03.2011 17:20

Ok, nach zwei Siegen ist unser Chefblogger wieder in der Live-Übertragung.
*Daumen drück*

Sengi
12.03.2011 17:46

Gusti kommt knapp 10 Minuten zu spät :O
Bin gespannt ob er bei einer englischen Struktur bleibt oder doch d4 spielt.

ebita
12.03.2011 19:01

Was ist denn nur mit Gus los? Die Stellung bis 12. Td1 blitzt er doch normalerweise im Halbschlaf herunter; stattdessen verbrät er fast 40 Minuten dafür; Ist er erkältet o.ä.?

Peter B.
12.03.2011 19:29

Zuviel mit Smeets trainiert;-)

Hochwuerden
12.03.2011 19:33

Unser Chefblogger ist nur wieder in der Live-Übertragung, weil er zufällig gegen einen Isländer gelost wurde.

Es werden immer die ersten sechs Bretter übertragen plus die beiden Bretter mit den danach besten Isländern.

ebita
12.03.2011 20:49

Also ich kann mir diesen Zeitverbrauch nur derart erklären:
Gus: .....unglaublich...er hat tatsächlich c5 gespielt,....er folgt damit der Partie Petr Sergejovich Makaramov gegen Alexandr Jewgenovich Urmankov, Leningrad 1984, 6. Runde, Privatpartie...oder war es doch eine offizielle Partie...daran kann ich mich jetzt nicht erinnern....verflixt...jedenfalls habe ich mit Smeets am 28.Dezember 2010 in dieser Variante eine riesen Neuerung vorbereitet...mein Gegner ist schon so gut wie platt, wird eine schöne Kurzpartie...aber moment mal...es war Smeets Neuerung die ausnahmsweise nicht von Rybka stammt, soll ich wirklich diesen Hammer auspacken,..eigentlich darf man so etwas nicht gegen einen Halbamateur verschwenden....außerdem war es nicht einmal meine Idee...soll ich, soll ich nicht...wenn ich den Zug jetzt spiele, werde ich nie in den Niederlanden spielen....verdammt....
^^-^^

Peter B.
12.03.2011 21:51

Oh Mann ich leide mit. Jan tut sich schwer...

Sengi
12.03.2011 22:22

Aus, Jan gewinnt. Schöne Partie, auch wenn er hin und wieder den Gewinn verschenkt hat. Der Gegner hat letzten Endes aber nochmal mitgeholfen, und gerade so die letzten 10-15 Züge kann man mit gesundem Menschenverstand teils kaum erklären o,o

ebita
12.03.2011 22:32

Niedergekämpft - jetzt ist Gus voll dabei; schnell einschlafen und regenerieren, wenn es nur so einfach wäre.

Peter B.
12.03.2011 23:28

Mangelnden Kampfgeist kann man Jan nun wirklich nicht vorwerfen. Über Kampf zum Spiel. Bis morgen!

Gerhard
12.03.2011 23:45

Wieviel Runden?

Phero
13.03.2011 00:02

Insgesamt sieben. Morgen mit Weiß geht hoffentlich noch was gegen Stelios Halkias, dann geht Gusti vor der letzten Runde vielleicht sogar als Mitführender ins Rennen.

Cliff
13.03.2011 00:24

Nein, neun.

Phero
13.03.2011 07:45

hm, stimmt. Wie kam ich auf sieben?

Peter B.
13.03.2011 17:46

Der Grieche gibt den "Holländer". Gus wandelt auf den Spuren Kramniks gegen Nakamura. Mal sehen ob Halkias eine Verbesserung in der Rückhand hat.

Hochwuerden
13.03.2011 23:51

Morgen gehts mit Schwarz gegen "Best Haircut"

PeterB.
14.03.2011 12:56

Hier mal zur Abwechslung ein "Meko" über unseren Blogger:

http://www.scr-kuppenheim.de/kolumnen/meko/meko_2011/meko_2011_09.htm

Riku
14.03.2011 17:47

Oha... Jan muss gegen den jüngsten GM ran... mal schauen was daraus wird...^^

Peter B.
14.03.2011 18:45

Weiht mich mal in die Geheimnisse von GMs ein. Wieso überlegen diese beiden so extrem lange an diesem Meraner? Die Stellung hatten die doch bestimmt schon 100.000 mal auf dem (Analysier-) Brett. Was glauben die Beiden da zu finden?

ebit
14.03.2011 20:51

Der Kleine hat unseren Gus ganz schön im Schwitzkasten; sieht böse aus; statt 37.Tg4 war 37.Th4! noch besser und es ist gleich aus; irgendwie sieht es nach außer Spesen nichts gewesen aus - leider.

hanjie
14.03.2011 21:06

Gute Frage, Peter! Ich vermute mal erraten zu versuchen wo vielleicht der Gegner etwas vorbereitet haben könnte oder überhaupt, was er möchte ...
Das stille Remisangebot von "best Frisur" war interessant, ich finde gut, dass G. weitergespielt hat! Wie in dem eben geposteten Artikel schon angedeutet wurde: Wer mutiger spielt, gewinnt am Ende mehr.

Selbst wenn es hier schief gehen sollte. Steht m.E. aber, praktisch gesehen, auf Messers Schneide.
Computeranalysen fragen mitten im Spiel machen nur Warmduscher. ;)

Peter B.
14.03.2011 21:33

Ok, das wars.
Weniger hat der "Unausprechliche" gewonnen, denn Jan verloren. Lob fürs Weiterspielen, aber leider gab die Stellung das nicht her.

See you tomorrow!

Pipidipapi
15.03.2011 06:07

Hey, Jan! "Alles Gute!" für die letzten beiden Runden! Mach sie fertig...

Bardeleben
15.03.2011 09:09

Keine Ahnung, warum "Nyschnyk" unaussprechlich sein soll, bewegt sich etwa auf dem Schwierigkeitsgrad von "Frühstück". Nepomnjaschtschi ist da schon was anderes. Über Nyschnyk gabs auch vor nicht all zu langer Zeit nen interessanten Artikel + Videos auf Chessbase (http://www.chessbase.de/nachrichten.asp?newsid=10976). Das Video hatte dabei den Tenor, dass da ein armes Wunderkind schon in jungen Jahren Geld verdienen muss und seine Kindheit verliert und man daher Mitelid haben müsse. Kann man so sehen, andererseits kann man sich auch fragen, ob es wirklich das Schlimmste ist, wenn ein Kind sein Talent voll entfalten kann und die Perspektive hat, damit eines Tages viel mehr zu erreichen, als es auf anderem Wege möglich wäre. Kann mir jedenfalls gut vorstellen, dass wir in Zukunft noch was hören werden von dem Jungen...

spr
15.03.2011 09:49

Für mich sah es so aus, als hätte Jan - nachdem er aus der Theorie war - überhaupt keinen Plan gehabt. Dabei hatte er doch einen schönen Springer auf d5. Ich hoffe, er hat einen Fotoapparat dabei; dann kann er jetzt wenigstens noch ein paar schöne Fotos machen.

hanjie
15.03.2011 10:30

Mir schien es eher dass er vor der schwierigen Entscheidung stand, auf Gewinn oder auf Remis zu spielen ...
Remis hatte er mit dem Sd5 ja problemlos in der Tasche, aber wie verkompliziert man die Stellung, dass ein Gewinn dabei herausspringt?

Er hat's versucht und ist gescheitert. Gut, kann passieren. Das nächste Mal wird's dann möglicherweise genau anders herum laufen, dass er dann einen Ganzen macht, obwohl nur ein halber auf dem Brett zu sehen war.

Er scheiterte auch an einem glänzend aufgelegten Nyschnyk, denn die Gewinnführung war, das muss man schon zugeben, allererste Sahne.

Arne
15.03.2011 13:16

Viel Erfolg für die nächsten Runden!
PS: Auf Gewinn bzw. überhaupt weiterzuspielen war natürlich richtig! :)

der fan
15.03.2011 17:47

das kennt man ja von sich selber gegen einen youngster der "nur remis" will überreisst man es dann. Wenn das auch nur sehr vereinfacht dargestellt ist.

Viel Erfolg für die nächsten Partien Jan!!!

PositionalGuy
15.03.2011 22:38

Mensch Jan, was machste denn, wo bleibt denn Dein Remisgeist? :D

Pipidipapi
15.03.2011 23:42

Noch mal, Jan! Mach ihn platt...

Zügerater
16.03.2011 13:53

Heiteres Zugzahlraten:

Brett 1: 12 Züge
Brett 2: 7 Züge
Brett 3: 1 Zug zeitlich nachdem auf Brett 1 und 2 die Hände geschüttelt sind.
Brett 7: 15 oder 51, bin mal gespannt

spr
16.03.2011 19:40

Rang 22 für Jan. Also doch mehr ash als cash.

RainPiper
16.03.2011 23:43

Uff, das war ja in der letzten Runde gegen Mekhitarian noch mal ein heisser Kampf. Schade, dass du gerade mal um ein Brett die Liveübertragung verpasst hast. Das wäre noch mal etwas zum Mitfiebern gewesen.

Wenn du noch Lust zum Kommentieren hast (und nicht, was ich verstehen würde, das Turnier lieber schnell vergessen möchtest): Mich interessiert, was dir im 13. Zug durch den Kopf gegangen ist, und warum du dich gegen den Übergang in ein (doch wohl) leicht besseres Endspiel mit 13. dxc6 entschieden hast.

Ansonsten schliesse ich mich Arne an: Es mag im Rückblick ärgerlich gewesen sein, nicht zweimal einen halben Punkt eingesammelt zu haben, aber hier unter den Fans trägt dir das Sympathiepunkte ein. (Was natürlich wiederum nicht heissen soll, dass du das zum Hauptkriterium deiner Partieanlage machen solltest.)

hanjie
17.03.2011 00:53

Ach, es ist doch pure Logik und ja auch noch wissenschaftlich bewiesen: Wer mehr riskiert, kriegt zwar erstmal mehr auf die Fresse, aber langfristig sahnt er mehr Punkte ab als jene, die es nicht tun.

So funktioniert im Fußball jede Abseitsfalle ;)

Es war unterm Strich nun zwar kein dolles Turnier, aber so ist das halt manchmal. Ärgerlich, gegen Nyznyck ins Gras beißen zu müssen und damit aller guter Geldchancen verlustig geworden zu sein, aber es gibt Schlimmeres. Beispielsweise, gegen -200 Elo zu verlieren oder so ... ;)

Horst Honken
18.03.2011 01:14

Die Wissenschaft hat festgestellt ... wo denn?

der fan
18.03.2011 23:44

der Meister könnte mal wieder was schreiben, auch wenns nur wenig wäre die fans warten...

Mein Kommentar