Jans Kolumne

Tag 47

So, Technik-Update beendet: Mein Laptop, mein Telefon, meine Schachbücher. Rezension folgt die Tage.

Back!

Nachdem mein Laptop und mein Handy die Tage ungefähr zeitgleich den Geist aufgegeben haben, sind meine Kanäle zur Aussenwelt nun wieder intakt.

Grad beim Telefon fiel die Entscheidung nicht leicht, hab so einige Testberichte studiert:

 

Den Ausschlag gegeben hat dann der letzte Punkt.

Ansonsten summer in the city, Sommerloch mäßig. Meine Akkus sind hoffentlich wieder aufgefüllt, denn für neue fehlt nach dem jüngsten Großeinkauf das Geld:

Nebenbei läßt die Schachpause natürlich Zeit, die Zukunftsplanungen voranzutreiben. Habe einige Projekte in der Pipeline, hoffentlich wirds bald spruchreif. 

Ausschließen kann ich bisher nur dieses:

Flight of the Conchords - You don´t have to be a prostitute

Flash is required!
YouTube, von AvaAdore025

Auch die große weite Schachwelt macht Sommerpause, aber morgen isses vorbei mit der Stille:

- In Biel trifft Carlsen auf Caruana, Morozevich, MaxiMe, Shirov und Pelletier. Ich lehn mich mal ausm Fenster und sag, Carlsen ist Favorit.

- In Ningbo findet zeitgleich das "World Team Chess Championship" statt. Unter anderem mit Gashimov, der zunächst für Biel gemeldet war, aber dann durch Shirov ersetzt wurde. Mein Ex-Jefe Peter Leko gibt nach langer Schachpause sein Comeback im Team der Ungarn. Auch Russland mit unserem Korrespondenten PBS ist dabei und muss lediglich auf Kramnik verzichten, der in Dortmund spielen wird.

Genug Schachaction gabs dagegen in Hamburg-City! Das St.Pauli-Open biegt in die letzte Runde ein. Das Turnier hab ich ausgelassen, aber beim Rahmenprogramm Blitzturnier und  Kiezblitz den Jungs ein bisschen Konkurrenz gemacht. Zusammen 20.5/22, gewinnen macht Spaß! Krieg leider keinen der Siege mehr zusammen, wenigstens die Niederlage bleibt der Nachwelt auf Schachklapse erhalten. 

Aber normal hab ich auch im Open meine Finger im Spiel, hab alle Hände voll zu tun mit Schachunskis Vorbereitung. Nach einem soliden Sieg in 19 Zügen mit 1.d4 e5! (best by test) sollte es gestern ein bisschen schneller gehen. Der Plan war, das teuflische Sizilianisch des Gegners zu umgehen:

 

Schachunski - Schröder (2247)

1. Sc3 hab nie verstanden, was das soll, aber was solls. c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 d6 5.e4 Sf6 Sizi verhindern hat schon mal souverän geklappt. 6.Lc4 Ld7 7.Le3 auf gambool Basis Sg4 8.0-0 Sxe3 nicht schlecht, aber erst Sce5 deckt f7 im Voraus und war eventuell vorzuziehen 9.fxe3 Se5?? jetzt schlecht getimt, nach e6 seh ich nichts besonderes für Weiß.

Stellung nach 9...Se5

10.Dh5! Drops gelutscht! g6?! 10...e6 11.Sxe6! Lxe6 12.Lxe6 g6 13.Lxf7+ Sxf7 14.Db5+ nützt auch nix mehr. 11.Dxe5! 1-0

47 Kommentare
Schachklapse
17.07.2011 09:53

Schachunski hat wieder mal gezeigt, dass er es einfach drauf hat. Ziemlich souverän und vermutlich ohne Zucken 7.Le3 ausgepackt, was soll man sagen: Pretty nice.
Bei dem Handytest kann ich dir nur Recht geben. Der letzte Punkt ist definitv auch derjenige, der meine Kaufentscheidung massgeblich beeinflusst hat...
An welchen Turnieren nimmst du eigentlich demnächst teil? Auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg und hau die Konkurrenz so wie bei den beiden Blitzturnieren einfach weg: 2700 im Blick.

Krocker
17.07.2011 11:44

Hallo Jan,
herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Blitzturnier, freut mich sehr, dass es wieder positive Meldungen aus dem Schachbereich gibt. Ich bin Fan von dir seit ich ein Interview mit dir und Sebastian Siebrecht gesehen habe: sehr guter, trockener Humor. Deine Seite hier ist wirklich sehr unterhaltsam, unbedingt fortführen bitte.
Kann man damit eigentlich Geld verdienen oder zahlt man am Ende noch drauf?
Welche Anrede wäre dir eigentlich am liebsten:
Jan, Gusti, Herr Gustafsson oder jeder nach seinem eigenen Selbstverständnis?
Viele Grüße und schönen Sonntag

zugzwang
17.07.2011 11:57

Also diese Auflistung ist ja sehr subjektiv. Es fehlen einfach einige Vorteile, die der Stein zu bieten hat. Dazu gehört unter anderem, dass man keine Batterien benötigt. So entstehen keine unnötigen Zusatzkosten. Außerdem kann man regelmäßig kostenlos auf die neueste Version zurückgreifen.

Des weiteren wäre es nett, wenn mir irgendjemand erklären könnte, wofür man ein Tecxus Paket benötigt?

whiteshark
17.07.2011 12:12

@ zugzwang

Jedenfalls nicht für das Wenger Giant, die Akkus sind dort nämlich schon drin. Habe gehört das Tecxus Paket wird gerne in Vibratoren eingesetzt. Keine Ahnung warum. Wie gesagt, Gerüchte....

Tap´s
17.07.2011 12:23

Sehr schön sind auch deine restlichen offenen Tap´s vom Screeshot :)

Thomas Oliver
17.07.2011 16:23

@Jan: Laut Teilnehmerliste (von Olaf Steffens auf Schach-Welt erwähnt) spielst Du in knapp zwei Wochen beim Politiken Cup in Kopenhagen - mit u.a. Elofavorit Moiseenko, Peter Heine Nielsen, zwei Chinesen, Fridman und Khenkin. Ist das noch aktuell?

CarriedbyGg
17.07.2011 18:58

Sehe dass du "the safest Grünfeld" aufm Stapel hast. Super Buch! Ich habe es verschlungen, auch weil ich Grünfeld liebe! Wehe du schreibst was Schlechtes darüber. ;)
PS: Habe heute Ilja Schneider beim Hallenser Kleeblattopen gesehen!!! Cool, mal so eine "Legende" live zu sehen.

ebi
17.07.2011 20:18

Wie lange dauert es solche Pamphlete durchzuarbeiten oder nutzt man solche Werke als Nachschlagewerke?

Jan
17.07.2011 21:04

@ Krocker: Merci! Am liebsten ist mir Galactic-President-Superstar-McAwesomeville, aber Jan geht auch.
@Tap´s: Oops, hab gar nicht dran gedacht, dass da noch was im Hintergrund offen war. Naja, zum Glück ist nichts peinliches dabei.
@Thomas Oliver: Yo, ich spiel den Politiken Cup.
@ebi: Guck meistens nur punktuell, was mich interessiert.

wurschtler
18.07.2011 00:44

Hmmm, Jan Rent a Killer @ com

auf wem willst denn da jemand ansetzen ? Meier ?

lol - natürlich nicht ganz so ernst gemeint :-)

Peter LaFleur
18.07.2011 13:48

Ich sag nur "Billige Flittchen 3, Anal-Patrouille 5 und Sissi 1 bis 3!"

Gerhard
18.07.2011 14:03

Die Sachen hätte man besser auf dem Tisch anordnen können ;-)
Zunächst mal nicht leicht schief wie hier geschehen...
Für den Laptop je 3cm Abstand links und unten zur Kante des Tisches.
Das Handy ist graphisch gut abgelegt !
Die Sachbücher richtig mit 3 cm Abstand zur Oberkante Laptop. Aber das 3te Buch hätte ich mit linker Kante über der linken Kante des Handy plaziert - jedoch auf gleicher Linie mit den ersten 2 Büchern.

Das Knie auf dem Bild stört auch...

ace
18.07.2011 16:53

Am besten sind die Kundenrezensionen zu dem Tecxus Powerpack ;-). Unbedingt alle lesen!

patzerle
18.07.2011 17:29

mal ne schachliche Frage an Jan im besonderen, aber auch an alle:

ich habe heute bei den Topspielen gekibitzt und dabei ist mir einmal mehr das aufgefallen was mir schon oft aufgefallen ist und verwundert zurücklässt und daher frage ich jetzt einfach mal :-)

Aus: Kamsky - Aronian:
Aronian hatte die Eröffnung einigermaßen souverän gestaltet war mein Eindruck, dann hat er Kh8 nach längerem Nachdenken gespielt, Kamsky spielte darauf instantan das komisch aussehende Tg2 und wieder nach einigen Minuten spielte Levon f5 (die Idee von Kh8) was an (einfach) Sh4 scheiterte und verfiel nach Sh4 (was Kamsky erneut praktisch sofort zog) in langes Nachdenken, konnte die Stellung aber nicht mehr halten.
- Frage: wie kann sowas sein ?!

Noch krasser dann in derselben Partie:
Aronian mit wenigen Sekunden übrig vor Zug 40, Kamsky hat >12min und spielt nach langem Nachdenken Txf3 und der Vorteil ist nach dem (offensichtlichen) Le5+ (fast) völlig weg.
(Dass Aronian die Partie dann trotzdem sang und klanglos verliert rundet das Bild einer sehr komischen Partie ab.)
- nochmals die Frage: wie kann ein so starker Spieler wie Kamsky einen solchen Fehler machen?!

Und als drittes Beispiel eine andere Form von "Kuriosität" - Pelletier gegen Carlsen:
Carlsen nimmt 2 Bauern, aber die weißen Läufer haben extrem starke Kompensation. Pelletier denkt über die 4 Züge vorher ewig nach und spielt dann nach Carlsens Ld4 sehr schnell Txd4 und wickelt (freiwillig!) in ein Endspiel mit Minusbauern ab, das maximal schwer zu halten ist für Weiß, wenn nicht glatt verloren.
Erneut: wie kann sowas sein? wie kann man >1h nachdenken, sehr interessante Ideen finden und dann praktisch die Partie ohne lange nachzudenken mit einem Zug wie Txd4 im höheren Sinne aufgeben?

Ich frage mich das wirklich oft wenn ich GM Partien sehe - es geht ja nicht darum, dass man mal einen Fehler macht oder in einer Variante einen Zug nicht sieht, das passiert uns allen und eben uns Patzern öfter als den GMs, soweit so klar - aber solche krassen Fehler, Aronian spielt (trotz langem Nachdenken) den Verlustzug f5, Kamsky sieht ein einzügiges Zwischenschach nicht und Pelletier wickelt freiwillig in ein schlechtes Endspiel ab. - solche Fehler sind "eigentlich" nicht zu erklären, schon gar nicht bei Spielern dieses Niveaus - wie kommt sowas also? ;-)

Südschachfreund
18.07.2011 17:40

@ patzerle: Wenn du mich fragst, hat das etwas mit dem veränderten Trainingsalltag zu tun. Ich werde den Eindruck nicht los, dass ziemlich viele Topspieler sich den ganzen Tag damit um die Ohren schlagen, Eröffnungsvorbereitung zu betreiben. Die End- und Mittelspieltechnik wird dann völlig vernachlässigt. Und das muss dann über kurz dazu führen, dass auch die Zahl der Fehler steigt, wenn beide Spieler aus dem Buch sind und ihre praktische Stärke gefordert ist. Denn parallel dazu sinkt auch das Schachverständnis. Denn wenn ich viel darauf trainiere, kann ich in Zeitnot die Position "erfühlen" zu versuchen und weniger Fehler machen. Oder, und dass denke ich mir manchmal, die Profis berechnen in ihren Pariten oft so viele Varianten. Warum die nicht im Kopf behalten, dann kann ich sie in Zeitnot aufs Brett bringen und diese überleben. Geht mir manchmal durchn Kopf, wenn ich lese/höre, irgendwer hat in Zeitnot Gewinnstellung/Partie wegggeschmissen.

Matwejewitsch
18.07.2011 19:41

@patzerle:
Deine Frage ist vergleichbar mit der Frage "Warum steht xy jetzt auf und isst ein Sandwich?". Die Antwort ist entweder trivial: "weil er Hunger hat" oder aber kaum zu sagen, wenn du z.B. wissen willst, warum er genau in diesen Moment aufsteht, warum er ein Sandwich isst und nicht einen Apfel, warum er heute Mayonnaise benutzt und gestern nicht usw.
Analog wäre die Antwort für grobe schachliche Fehler eben "Weil er es übersehen hat" (was 2700ern eben genauso passiert wie einem 1800er, nur viel seltener).
Wenn du genau wissen willst, warum in dieser Stellung und in einer anderen nicht, wird Jan genauso überfragt sein wie wir alle hier, das ist Gegenstand psychologischer/entscheidungstheoretischer Forschung, ein Beispiel hier: www2.warwick.ac.uk/fac/soc/economics/news/events/Hammond.pdf

Matwejewitsch
18.07.2011 19:56

@Südschachfreund: Diese populäre Ansicht, dass die heutigen Weltklassespieler zuviel Eröffnungen studieren und nichts mehr vom Mittelspiel/Endspiel verstehen, halte ich für nicht haltbar. Es müsste doch zumindest einen Spieler geben, der diesen Umstand ausnutzt, sein Verständnis erheblich erhöht und trotz schwächerer Eröffnugskenntnisse sehr gute Turnierergebnisse erzielt.
Auch müssten wir sehen, dass Spieler der älteren Generation gegen jüngere Spieler meist in der Eröffnung verlieren, ihnen aber, wenn sie einmal die Eröffnung überstanden haben, spielerisch überlegen sind. Das Gegenteil ist aber der Fall, Carlsen + Co verzichten gegen schwächere Gegner meist auf den Vorteil ihres ausgefeilten Eröffungsrepertoires, spielen andere, ungewöhnlichere Eröffnungen, um die Fehlerwahrscheinlichkeit zu erhöhen und überspielen sie dann auch in ausgeglichenen Stellungen. Ebenso sieht man im Chess 960 keine völlig anderen Spieler auf den Siegeretreppchen als sonst, sondern die Tabellen ähneln einfach denen klassischer Turniere, bzw. der Startrangliste.

Matwejewitsch
18.07.2011 20:08

@Südschachfreund: Und zu der Zeitnotfrage: Das liegt schlicht an der Komplexität des Schachs. Natürlich kannst du in Zeitnot einen guten Teil an Zügen spielen, die du vorher gesehen hast, aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Stellung z.B. vor dem 30. Zug von keinem der Spieler beim 25. Zug vorhergesehen wurde ist sehr hoch. Stell dir vor, jeder Spieler hat in jeder Stellung 3 Kandidatenzüge, es geschehen 10 Halbzüge, das sind bereits 3^10= 59 049 Stellungen, die korrekt beurteilt werden müssten, unmöglich für einen Menschen. Die Varianten, die vorher berechnet wurden, sind sicher nicht unnütz, sie dienen als Annäherung für die Beurteilung der Stellung, zeigen dir Motive usw., aber sie ersparen dir nicht das konkrete Rechnen in einer späteren Stellung und erst recht keine Zeitnotfehler.

Bardeleben
18.07.2011 21:52

@Matwejewitsch: Nicht schlecht, hatte mir vorhin noch überlegt, was ich patzerle und Südschachfreund erwidern könnte, aber besser und fundierter hätte ich es nicht tun können. Das heutige Profis nur Eröffnungen bimsen, halte ich für ein nicht aus der Welt zu schaffendes Klischee.

Südschachfreund
18.07.2011 22:30

@ Matwejewitsch: ich habe mich missverständlich ausgedrückt, was ich meinte, ist dass die Eröffnungsvorbereitung im Vergleich zu End- und Mittelspiel einfach zu viel Raum einnimmt. Die Eröffnung ist aber oft nur die kürzeste Phase des Schachspiels, während End-und Mittelspiel oft dreifach so lang dauert, was sich aber im Trainingsalltag nicht widerschlägt. Das ist mein Eindruck, wenn ich mir Jans Beiträge durchlese( ist keine Kritik an dir, Jan, du kannst machen, was du willst mit deiner Trainingseinteilung!!!) und den Interviews mit anderen Weltklassespielern. Und es ist mein Eindruck, kein Fakt!!! ich habe nie behauptet, das sei die Wahrheit.

Matwejewitsch
18.07.2011 22:51

Aber um dem "zuviel" irgendeinen Sinn zu geben, musst du doch annehmen, dass das zu einem Spielstärkeverlust (bzw. einer Reduzierung des Spielstärkezuwachses) führt...
Daher meine Frage: Warum gibt es keinen Spieler, der den fehlerhaften Trend in der Weltklasse ausnutzt, und die Eröffnungsnerds im Mittelspiel und Endspiel ausspielt (und sei es nur im Chess 960 oder jeder Partie, in der er die Eröffnung überlebt)?

patzerle
18.07.2011 23:07

ich wollte keineswegs den Eindruck erwecken, dass die Spieler kein richtiges Schach mehr können und nur Eröffnungen pauken und der Rest dann deshalb abfällt - ganz und gar nicht.
Ich wollte nur auf unerklärliche Fehler hinweisen, die viel häufiger vorkommen als man vermuten sollte, insbesondere auf diesem Niveau und zwar alle möglichen Fehler, simple taktische Fehler (Kamsky), haarsträubende strategische Fehler (Aronian) und auch konzeptionelle Fehler (Pelletier)

Nur nochmal die Partie von Pelletier herangezogen: Er spielt in Runde 1 mit Weiß gegen die Nummer 1 der Weltrangliste, der deutlich mehr als 200 ELO mehr auf dem Konto hat.
Es gäbe so einige, die mit Weiß eine ruhige Eröffnung inkl. Remisabkllammern erwartet hätten, aber das ist nicht die Sache von Pelletier!
Er greift also zu einem messerscharfen Grünfeldsystem inkl. Bauernopfer für Initiative, denkt in der komplexen Stellung sehr lange (zu lange...) nach und findet gute Züge (ob die besten müssen andere entscheiden). - Soweit so gut.
Auf dem Kulminationspunkt der Partie nun muss Magnus dem weißen Druck Tribut zollen und eine Qualität opfern, hat aber 2 Bauern dafür mit sehr verwickelter Stellung.
Weiß hätte auch noch andre Optionen, aber Pelletier entscheidet sich sehr schnell dafür, die Qualität nicht zu nehmen, sondern in ein (trostloses/hoffnungsloses) Endspiel mit Minusbauern abzuwickeln.
WIESO???
Man könnte es psychologisch versuchen zu erklären, er hatte wenig Zeit und die Stellung war sehr schwer, also nimmt er eine forcierte Abwicklung in ein schlechteres Endspiel und umschifft die Gefahr in der Zeitnotphase die Partie einzügig enzustellen (oder so ähnlich).
(Wenn man böser ist, sagt man, dass er es mit der Angst bekommen hat, insbesondere der vor der eigenen Courage).
Wenn so etwas der Fall gewesen sein sollte, dann sollte man als Profispieler(!) intensiv an dieser Problematik arbeiten, vielleicht andere Eröffnungen wählen, sein Zeitmanagment überdenken und auch die psychologischen Auswirkungen bestimmter Partieverläufe (scharfe Stellung, wenig Zeit) auf die Qualität seiner Entscheidungen/Züge ins Kalkül ziehen, bei der Partieplanung.
Ich meine wenn ich mich auf einen Gegner vorbereite, dann schaue ich doch zuerst was er für Stellungen anstrebt, was ihm gefällt und was nicht, ob er oft in Zeitnot kommt oder eher so der Schnellspieler ist usw. - all diese Dinge sollten doch bei den Profis perfektioniert sein oder werden, es hat aber oft den Anschein, als wenn bei vielen hier (fast) gar nichts passiert. Weder in Sachen Vorbereitung, noch in Sachen Verbesserung dieser Punkte (und der anderen) bei sich selbst.

Norman
18.07.2011 23:56

@ patzerle

Ich glaube Deine erste Frage Kh8, Tg2 usw. offenbart das Problem dieser Fragen am klarsten: Du implizierst den Stellungsgehalt und dagegen verstoßende (einfache) Fehlzüge zu kennen. Ich vermute mal, dass dies ganz vorwiegend auf Computerbewertungen basiert. Woraus diese Bewertungen sich konkret zusammensetzt bleibt jedoch meist unbekannt. Zudem sind Computerbewertungen oftmals ziemlicher Quatsch. Starke Schachspieler sind im Verstehen einzelner Stellungen Computern in der Regel überlegen. Auch wenn der PC plötzlich um 0,7 in der Bewertung springt, muss kein Fehlzug erfolgt sein.

Und nun konkret:

23...Kh8 parierte in erster Linie die positionelle Drohung h5xg6. M.E. war das kein f7-f5-Plan (jedenfalls nicht erstrangig, vgl. auch Bedenkzeitverbrauch Aronian vor f7-f5). Gespielt wird meist nach Notwendigkeiten oder einfach gute Zügen. Das Spielen nach Plan ist oftmals Mythos.

24.Tg2 ist gut und keinesfalls komisch (der äußere Schein ist ziemlich unwichtig denke ich). Vorbereitet wird Kh2-g1 mit der Möglichkeit (nicht dem Plan) bei passender Gelegenheit die h-Linie zu besetzen. Der Clou ist, dass Kamsky g3-g4 dabei nicht aus den Augen verliert (24.Th1? g5 25.Kg2(1) f5 aber 24.Tg2 g5 25.g4 mit schönen Feldern für Weiß) und Ld7-h3 wegen Lxa6 nicht funktioniert.

zu 24...f5 vielleicht ungenau, aber wie soll Aronian denn seine Stellung verbessern? Welche Perspektiven hat er? 24...gxh5 scheint mir nicht gut zu sein. Die schwarzen Figuren haben es schwer bessere Plätze zu finden und d6-d5 ist nicht einfach zu realisieren. Vielleicht steht Schwarz einfach schon leicht schlechter - selbst wenn's der Computer nicht anzeigen sollte.

Jedenfalls scheitert 24...f5 nicht an 25.Sh4 wie ein Fehler an seiner Widerlegung, sondern Kamsky hat jetzt einfach computerattestierten Vorteil. Die Stellung nach 29.exd5 sieht aber doch ganz passabel für Aronian aus, oder (mal so ganz ohne auf den Computer zu sehen)? Und 27.gxf4 exf4 mit dem Lg7... mutet zumindest gefährlich an.

Fazit: Ich halte die Einschätzung von Zügen als "einfache" Fehler in vielen Fällen als computersuggeriert und nicht haltbar. Einfach ist ein Fehler, wenn man ihn selbst (ohne PC-Früchte) als solchen erkennt und relativ zügig widerlegen kann. Nun könnte es aber sein, dass (zumindest mir) ohne PC viele Fehler auffallen, die gar keine sind - die einfachen Fehler aber verborgen blieben...

Da kann mich der Leistungsunterschied manchmal nur verwundert zurücklassen. Oder anders: Wie kann sowas sein?

PS: "Konnte die Stellung aber nicht mehr halten." kann auch an späteren Fehlern liegen, was oftmals (wie hier) auch zutrifft.

Hannibal
19.07.2011 00:54

Dass der Schachprofi als solcher "zuviel" Eröffnungen trainiert und darüber alles andere vernachlässigt, ist, wie schon gesagt wurde, ein Irrglaube, und die Tatsache, dass die Eröffnung zeitlich nur einen Bruchteil der Partie ausmacht, mit Sicherheit kein Argument, denn die Wahl der Eröffnungsvariante bestimmt eben den Charakter der Partie für die nächsten 20-30 Züge, oft bis ins Endspiel hinein. Und das durchschnittliche technische Niveau bei den Top-Leuten ist mit Sicherheit höher als je zuvor - es geht alles in Richtung universeller Stil.

Norman
19.07.2011 00:59

@ patzerle

Nachtrag zu Pelletier-Carlsen

Ich habe den Verdacht, dass Deine Vermutungen, Annahmen und Voraussetzungen in mehreren Hinsichten an der Wahrheit vorbeigehen.

1. Ruhige Eröffnung wählen, um sich von Carlsen ohne Gegenwehr überspielen zu lassen bzw. Chancen auf Remis zu haben? Carlsen ist gerade positionell sehr stark.

2. Qualitätsopfer musste Carlsen nicht machen, hat sich wohl eher dafür entschieden.

3. Läufer gegen Springer+Bauer+Felderschwächen - was da trostlos/hoffnungslos sein soll kann ich nicht erkennen. Vielleicht wäre 25.f4 besser gewesen.

4. Qualle nehmen: Das könnte hoffnungsloser sein als die Partieforsetzung.

5. Nach 32.De1!, was f2 deckt und damit Te5-e7 ermöglicht sowie nach a1 guckt, hätte sich Pellietier evtl. noch behaupten können (wahrscheinlich besser als nach dem "Qualitätsgewinn" gegen den c-Freibauern).
z.B. 32...Tf7 33.Te8+ Kg7 34.Te6 Dc5 35.Da1+ Kh6 (einziger Gewinnversuch) 36.Db2 und Schwarz kann keine einfachen Fortschritte erzielen.

Ich glaube allgemein bringt es wenig ganz groß WIESO zu fragen, wenn man nicht vorher etwas analysiert hat.

6. Vorbereitung: Pelletier hat sich nicht 3 Monate nur auf Carlsen vorbereitet und ein psychologisches Profil erstellt (mit fragwürdigem Nutzen). Vielmehr sucht man in der Vorbereitung nach sspielbaren Eröffnungen/Stellungen, Repertoirfehlern des Gegeners/Neuerungen und versucht sich gegen unangenehme Überraschungen zu wappnen - mit angemessenem zeitlichen Aufwand. Diese ganze Psychologie, was gefällt ihm/was nicht usw. ist höchstens zweitrangig. Welche guten Stellungen sollten denn Carlsen nicht gefallen?

PS: Was ist mit "Weiß hätte auch noch andere Optionen" gemeint? Ich sehe nur Qualle nehem oder Partiefortsetzung.

Hannibal
19.07.2011 01:04

Was eine andere interessante Frage aufwirft: Wird es in Zukunft überhaupt noch möglich sein, dass unter den Allerbesten zwei Spieler ähnlich erfolgreich, dabei aber stilistisch klar unterscheidbar sind, wie in der Vergangenheit bei Petrosjan/Spasski, Karpov/Kasparov oder durchaus auch noch Kasparov/Kramnik? Ich würde mir wünschen ja, befürchte aber tendenziell nein.

Matwejewitsch
19.07.2011 01:24

@Hannibal: Selbst Rybka und Houdini haben einen unterschiedlichen Stil ;).
Und noch Anand-Topalov waren nicht gerade zwei identische Spielertypen. Anand ist schwer einzuordnen, aber Topalov ist ein extremer Initiativspieler, der kaum mal einen passiven Zug macht und damit lange Zeit an der Weltspitze war - zeitgleich mit dem hypersoliden Kramnik. Und den nächsten WM-Kampf bestreitet mit Gelfand jemand, den man schon relativ deutlich in die "Positionsspieler"-Ecke schieben kann - zumindest wenn man das überhaupt bei einem Spieler kann.

Hannibal
19.07.2011 03:02

Selbstverständlich gibt es stilistische Unterschiede unter den Topspielern. Die Frage ist halt, ob nicht im Vergleich zu, sagen wir dem Anfang der Neunziger, unter dem Einfluss der Computer eine Nivellierung dieser Unterschiede stattgefunden hat und weiter voranschreitet.

patzerle
19.07.2011 09:07

@Norman
ich schaue die Liveübertragungen in der Regel ohne engine. Wie sonst soll man ins Nachdenken kommen und versuchen zu verstehen was die Leute da spielen (und wieso)?
Ab und zu hole ich nen Kibitz dazu, insbesondere, wenn ich einen Zug für klar besser hielt als die Partiefortsetzung um zu schauen wo die Widerlegung meiner Idee ist oder wenn ich überhaupt nicht mehr durchblicke und versuche Licht ins Dickicht der Varianten zu bringen.

Zur Aronian Partie:
ob der Plan f5, denn natürlich war es sein Plan f5 zu spielen (der Plan wurde mMn schon mit dem Manöver Lh3+, Ld7 eingeleitet) in dieser Stellung so clever war oder ob man nicht doch den Lc4 hätte tauschen sollen und/oder d5 vorbereiten sollen kann ich nicht beurteilen, das ist jenseits meiner Fähigkeiten.
Aber als es konkret wurde mit h5 hat Aronian weiter an seinem Plan festgehalten, dabei hat Kamsky alles getan, um f5 zu verhindern.
Kh7 geht halt gar nicht, weil nach f5 immer hxg6+ folgt, also bleibt Kh8 um den f-Bauern zu entfesseln als einzige Option an f5 festzuhalten.
Tg2 hat in der Tat als Hauptziel g4 zu unterstützen und eventuelle Schwenks auf die h-Linie in der Hinterhand. Es sieht immer "komisch" aus einen Turm zu fianchettieren, aber es war vielleicht gar nicht so schlecht.
Dass f5 dann konkret an dem Trick Sh4 mit der Idee f4 (oder fxe4) Sd5 und auf Sxd5 Sxg6+ scheitert ist etwas, dass ich schon nach Kh8 gesehen habe (ohne engine).
Ich würde sogar soweit gehen, dass kein Spieler der internationales Format hat diesen Trick in einer Blitzpartie nicht sieht. Geschweige denn, dass er ~30 min in die Stellung geguckt hat die Züge vorher.
Deshalb meine Verwunderung und meine Frage: Wie kann es doch sein, dass ein Spieler wie Aronian das nicht sieht?
(Dass er es nicht gesehen hat schließe ich einerseits aus dem Zeitverbrauch davor und danach und andererseits, dass ich die Stellung nach Sh4 als positionell verloren einstufe (und die engine da ähnlich skeptisch, wenn auch nicht ganz so finster die schwarzen Chancen beurteilt)
Wo du Recht hast, ist, dass es schwer wird eine vernünftige Alternative anzugeben (gxh5 geht positionell halt gar nicht) - wenn man nicht gleich gen ganzen Plan mit Ld7 usw. verteufeln will, so muss man sich eben nach Tg2 umsehen, denn so viel droht Weiß nun auch nicht, aber f5 geht halt nicht.

Und übrigens könnte man in konzeptioneller Hinsicht noch weiter gehen in der Kritik.
Aronian spielt immer Spanisch mit Schwarz, nie was anderes und Kamsky ist mit Weiß(!) ein Konterspieler, der gerne Eröffnungen spielt, die einfache strategische Stellungen entstehen lassen und wartet dann oft darauf, dass der Gegner einen positionellen Fehler macht, den er dann gnadenlos ausnutzt. Probleme bekommt Kamsky in sehr zweischneidigen Stellungen, in denen es vor allem um Tempi geht.
Und was macht Aronian?! Er spielt wie immer sein Spanisch, kommt (natürlich) nicht zum Marshall Gambit und erreicht eine minimal schlechtere Stellung und wird dann im genau falschen Moment mit f5 aktiv, wenn Kamsky genau darauf nur gelauert hat. - Wie soll man das nennen als "dem Gegner in die Karten gespielt"?

(zu Carlsen sag ich jetzt aus Platzgründen nichts mehr, ist ja eh schon wieder ein Roman geworden :-) )

Thomas Oliver
19.07.2011 10:55

Zuviel Eröffnungsvorbereitung und zuwenig Mittelspieltraining ist auch meiner Meinung nach ein Mythos, vor allem aus zwei Gründen:

1) Eröffnungsvorbereitung IST gleichzeitig auch Mittelspieltraining: sie geht weit über die "eigentliche" Eröffnung hinaus (wie definiert man die denn? Das Mittelspiel beginnt sobald alle Figuren entwickelt sind??!). Und GMs lernen sicher nicht nur (Computer-generierte) Varianten auswendig, sondern beschäftigen sich auch weniger konkret mit dem daraus resultierenden Mittelspiel. "Was ist mein Plan?" und "Gefällt mir diese Stellung?" ist sicher mindestens genauso wichtig wie das Computer-Urteil 0.00, +0.2 oder +0.5 !

2) Neben der Eröffnungsvorbereitung analysieren GMs zumindest noch ihre eigenen Partien ausführlich. Und das machen sie zunächst mal im eigenen Interesse, erst dann vielleicht noch um dies zu veröffentlichen, uns Amateure zu unterhalten bzw. zu "belehren" und eventuell ein bisschen Geld zu verdienen ("Schach", New in Chess, ...).

Wenn etwas stiefmütterlich behandelt wird, dann höchstens das Endspiel. Es hat aber sicher auch andere Gründe warum da auch auf GM-Niveau mitunter "gepatzt" wird: Erschöpfung nach bereits 4-6 Stunden am Brett, chronisch knappe Bedenkzeit (irgendwann kann man selbst kaum mehr auf die Toilette gehen ...). Ich selbst (und ein bisschen auch noch Jan G.) haben noch Hängepartien miterlebt, lang lang ist's her .... .

Betrifft "Eindruck ... Jans Beiträge ... Interviews mit anderen Weltklassespielern": Sie erzählen uns vielleicht auch nicht alles !? ,:) Speziell Jan hat sehr ausführlich berichtet über seine Rolle als dänischer Olympia-Coach und Smeets-Sekundant. Da - während dem Turnier - hat Eröffnung Priorität, u.a. weil man damit vielleicht auch kurzfristig was reissen kann. Allgemeines Training passiert eher zwischen den Turnieren, und war in beiden Fällen nicht unbedingt Jans Job.

Thomas Oliver
19.07.2011 11:11

Und meine spekulative Meinung zu Kamsky-Aronian: Aronian hatte 25.Sh4 wohl gesehen, aber hat sich von der Stellung danach zuviel versprochen: Bauernsturm, offene Linien am Königsflügel (vielleicht bekommt man ja irgendwie-irgenwann den Bauern auf g6 zurück?), usw. . Er ist eben ein chaotischer und trickreicher Spieler ... oft hat er auch in solchen Stellungen Erfolg (und nicht nur im Schnellschach), diesmal ging's eben schief. Aehnliches passierte Topalov im Kandidatenmatch gegen denselben Kamsky ... . Vielleicht haben beide Kamsky doch etwas unterschätzt?? Tendenziell würde ich Aronian stärker einschätzen als Kamsky (und Topalov auch, zumindest wenn er sich wieder berappelt) . Aber das heisst nicht dass sie keine Partie und kein Match verlieren ... .

patzerle
19.07.2011 11:28

noch ein kurzer Nachtrag, um den Kernpunkt um den es mir geht - losgelöst von den Partiebeispielen - nochmal zu illustrieren.

Wenn man solchen GMs wie Aronian einmal in der Analyse zugeschaut hat, dann wird man aus dem Weinen gar nicht mehr herauskommen. Denn teilweise sehen und bewerten die Stellungen die 15 Züge weiter sind und wo das halbe Brett abgetauscht ist und man selbst ist noch dabei ob man in 2ten Zug nun schlagen muss oder nicht...
Sprich: die Jungs sind unfassbar gut, schon fast unmenschlich.

Das vorausgesetzt erneut meine Frage: wie dann solche krassen Fehler überhaupt jemals passieren können?!

Im Snooker z.B. wird oft davon gesprochen, dass selbst die Nummer 50 der Weltrangliste im Training mehrfach ein Maximum break spielt (147 Punkte, das absolute Optimum, (absolutes Weltklasseniveau)), aber unter dem Druck der Turniersituation spielen solche Leute dann oft nur 20er oder 30er breaks (starkes Amateurniveau) und verzweifeln quasi an sich selbst, dass sie "ihr Spiel" nicht zusammen bekommen und ein Fehler reiht sich an den nächsten...

Frage: ist das im Topschach auch so ähnlich, dass viele Spieler in einer Turnierpartie dem Druck geschuldet deutlich(!) unter ihrem Niveau spielen und eben so Fehler passieren, die "eigentlich" völlig jenseits ihres Niveaus liegen?

Wenn ja - denn wie sonst soll man das erklären? - sollte man dann im Schach diesem Aspekt nicht viel mehr Aufmerksamkeit schenken?!
Was nützt eine geniale Eröffnungsvorbereitung, wenn man dann später an den eigenen Nerven scheitert?! - Mentalcoaching als Stichwort?!

Gerhard
19.07.2011 11:49

Hallo Patzerle, auch das ist ein Mythos mit den 15 (!)Zügen Vorausberechnung.

Zu Deiner Frage: Wieso ist so ein Qualitätsunterschied zwischen Analyse und Partie? Der ist m.E. nur scheinbar. In der Analyse zeigt man, was man alles bedacht hat - das Sammelsirium der Ideen. Auch diese Ideen und Varianten werden nicht ohne Fehler sein. Die mögliche Fehlerhaftigkeit der Einzelvariante geht im Wust des gezeigten Reichtums mitunter unter. Und dieser Reichtum kann schon beeindrucken!
Zu Analysen ganz allgemein: Es gibt so manche Partie im Welt-Schachfundus, die immer noch nicht endgültig analysiert und geklärt ist - weil man eben immer wieder auf noch zu Klärendes stösst.

patzerle
19.07.2011 12:14

@ Gerhard
nimm doch die Idee von Aronian heute gegen Karjakin.
Lxf6 mit der Pointe Sxc6.
Karjakin hat 15min nachgedacht und dann das Trojanische Pferd verschmäht.
Wären wir bei der Analyse danach dabei würde er vielleicht sowas sagen, wie: "nach Sxc6 war mir nicht klar ob ich nach f5 matt werde oder du doch nur Dauerschach hast"
worauf Aronian dann sagen könnte: "ich habe es noch 10 Züge weiter analysiert mit dem Computer und Schwarz kann sich mit präzisem Spiel halten, aber es ist in einer praktischen Partie fast unmöglich alle Varianten zu berechnen"

Worüber sie dann hinweggegangen sind ist die Folge:
Sxc6 Sxb3 Sd5 Sxa1 Dc5 Db7 Sce7+ Lxe7 Sxe7+ Kh8 Sg6+ hxg6 Dxf8+ Kh7 Td8 g5 Dh8+ Kg6 Tg8 und eben jetzt f5...
sowas ist in der Tat beeindruckend, vor allem, wenn die Jungs so eine Variante in wenigen Sekunden berechnen... :-)

Pioleiva
19.07.2011 13:48

Schon interessant, wie man erkennen kann, was wer wann wo und wie gesehen oder nicht gesehen hat. Wie wäre es mit Kaffeesatzlesen, da dürfte die Trefferquote höher sein...

lvapatzer
19.07.2011 14:06

Tipp:
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Schaut mal rein.Lohnt sich.

Jan
19.07.2011 17:50

Moin,

Partieanalyse Carlsen-Shirov ist online, heut abend bastel ich noch ein bisschen Grünzeuug drumrum. Bis denn!

Philipp
19.07.2011 17:53

Danke für die Analyse Jan !

patzerle
19.07.2011 18:18

schöner Service.
Ist übrigens erst Runde 2 gewesen, aber das nur am Rande. :-)

Zu der Rettungsidee 14...h5!? nur kurz die Frage - was hältst du von 15. d6!? (alles andere scheint mir zu langsam und ok für Schwarz) mit der Idee den Springer nach g6 auf e7 einzunisten und so (auf Kosten eines Bauern) den schwarzfeldrigen Läufer abzuholen? mir scheint Weiß immer sehr, sehr unangenehme Kompensation zu haben danach und freiwillig würde ich das nicht spielen wollen mit Schwarz...

ebi
19.07.2011 19:47

Grünfeld trumpft in Biel weiter auf 2 aus 2 bisher, wobei mich die Einschätzung des Aufbaus von Moro besonders interessieren würde, denn ich war nie ein Anhänger der Variante mit 10. ... Dc7 plus Td8 und dann verstecken der Dame auf Dc7-d7-e8

1. c4 Nf6 2. Nc3 d5 3. cxd5 Nxd5 4. e4 Nxc3 5. bxc3 g6 6. d4 Bg7 7. Bc4 c5 8. Ne2 Nc6 9.
Be3 O-O 10. O-O Qc7 11. Rc1 b6 12. Qd2 Bb7 13. Bh6 Rad8 14. Bxg7 Kxg7

Was sagt denn der Hohenpriester dazu?

postnubilaphoebus
30.07.2011 23:21

@Jan
Nun, der Zweck von 1.Sc3 ist vermutlich das Spiel in Nebenvarianten zu lenken. Klappt natürlich nicht immer, da man darauf fast alles spielen kann. Ein Besiepiel für eine erhoffte Nebenvariante : 1.Sc3 d5 2. e4!? d4 3. Sce2
nebst zuerst Sg3 (um h5 vorzubeugen) und dann Sf3 Lc4/b5 je nach dem. Diese Variante ist unter dem Namen Van-Geet-Angriff bekannt, hat allerdings keinen eigenen Eco-Code.
Die Stellung ist eigentlich sehr ruhig und eher positionell veranlagt.

ace
09.08.2011 18:14

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ace
01.09.2011 15:54

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ace
20.09.2011 23:13

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